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Mehr als nur Fieber:
Das familiäre Mittelmeerfieber (FMF)

Wenn Kinder oder auch Erwachsene immer wieder Fieber, Bauchschmerzen und Schmerzen in Brust und Gelenken haben, dann könnte das mehr sein als einfach nur Fieber. Das familiäre Mittelmeerfieber (abgekürzt FMF) ist eine vererbte Erkrankung. Sie kommt vor allem bei Menschen aus dem südöstlichen Mittelmeerraum (etwa aus der Türkei oder aus arabischen Ländern) vor. Meist fängt FMF schon in der Kindheit an. Bis die Erkrankung genau erkannt wird, dauert es oft lange. Das liegt daran, dass die Krankheit FMF sehr selten ist. Und daran, dass ihre Symptome, also Fieber oder Brust- und Bauchschmerzen, auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten.

Deshalb informieren wir hier über die Erkrankung – und zeigen Dir einen einfachen Symptom-Check, mit dem man herausfinden kann, ob man vielleicht familiäres Mittelmeerfieber hat.

Paar mit Kind lacht herzlich in die Kamera
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FMF – was ist das eigentlich?

Was das familiäre Mittelmeerfieber ausmacht, lässt schon seine Bezeichnung vermuten: „Familiär“ wird es genannt, weil die Erkrankung vererbt, also in Familien weitergegeben wird. Das heißt auch: FMF ist nicht ansteckend. Zudem tritt es vor allem in Gebieten nahe dem Mittelmeer auf. Fieber ist eines der Hauptsymptome. Dazu kommen Bauch- und Gelenkschmerzen sowie Hautrötungen. Mehr Informationen dazu gibt es im Bereich „Symptome bei FMF“

Doch was passiert bei FMF im Körper? Familiäres Mittelmeerfieber ist eine autoinflammatorische Erkrankung. Das bedeutet, dass im Körper sozusagen „von selbst“ Entzündungen entstehen. Diese Entzündungen lösen das Fieber oder die Schmerzen in Bauch und Gelenken aus. Die Ursache sind Veränderungen (Mutationen) in einem bestimmten Gen, dem MEFV-Gen. Diese Mutationen beeinflussen einen bestimmten Teil des Immunsystems so, dass eine Entzündung ausgelöst wird1,2. Weitere Infos gibt es hier!

Familiäres Mittelmeerfieber: Schnell und einfach erklärt!

"Das Wichtigste ist die richtige Diagnose! Geht bitte zum Arzt, wenn die Symptome auftreten."

Gamze Senol im Interview
Novartis

Gamze Senol ist Schauspielerin. Menschen mit familiärem Mittelmeerfieber und die Aufklärung über die Erkrankung liegen ihr am Herzen. Im Interview rät sie: „Geht bitte zum Arzt. Fragt ihn, ob es sich um das familiäre Mittelmeerfieber handeln könnte. Und falls Menschen in Deiner Umgebung oft an Fieber und Bauchschmerzen leiden: Denkt mal gemeinsam daran, ob es nicht vielleicht FMF sein könnte.“

Symptom-Check mit Ada

Der Symptom-Check basiert auf der von Wissenschaftlern und Medizinern entwickelten Gesundheits-App „Ada“.

Alle Symptome werden ganz genau abgefragt. Daraus wird abgeleitet, welche Erkrankung man möglicherweise haben könnte.

Gerade bei einer seltenen Erkrankung wie dem familiären Mittelmeerfieber kann der Symptom-Check mit Ada sehr hilfreich sein.

Tablet mit der ADA App und Logo
Ada Health GmbH

Symptome bei FMF: Diese Anzeichen weisen auf die Erkrankung hin

Fieber, Bauch- und Brustschmerzen, schmerzende Gelenke: Wenn diese Symptome immer wieder, meist nur für ein bis drei Tage, auftauchen, kann das ein Hinweis auf familiäres Mittelmeerfieber (FMF) sein. Vor allem dann, wenn Verwandte die gleiche Erkrankung haben und die Familie aus dem südöstlichen Mittelmeerraum stammt. In diesem Fall ist es wichtig, zum Arzt zu gehen und mit ihm darüber zu sprechen, ob ein familiäres Mittelmeerfieber die Ursache der Symptome sein könnte.

Die Hauptsymptome bei familiärem Mittelmeerfieber1,2:

1: Wiederkehrendes, hohes Fieber (38–40° Celsius), welches schnell ansteigt, 1–4 Tage anhält und dann schnell wieder abfällt. Zwischen den Fieberattacken können Wochen bis zu Jahren ohne Symptome vergehen.

2. Schmerzen im Brustraum.

3. Schmerzen im Bauch. Diese können eher dumpf, aber auch sehr stark sein, die Bauchdecke kann empfindlich oder gespannt sein.

4. Gelenkschmerzen: Diese treten meist an den Handgelenken, am Knie oder Knöchel (Sprunggelenk) auf, fast immer nur auf einer Seite.

5. Schmerzhafte, starke Hautrötung, die vor allem am Fußrücken, Knöchel oder Unterschenkel auftritt.  

Und jetzt? FMF behandeln – und gut damit leben

Wenn endlich die Diagnose „familiäres Mittelmeerfieber“ (FMF) feststeht, bedeutet das: Die Erkrankung kann nun mit den passenden Medikamenten behandelt werden, weil jetzt klar ist, woher die Fieberschübe kommen.

Der für die Therapie eingesetzte Wirkstoff kann bei 60 Prozent der Patienten die Fieberschübe komplett verhindern. Bei etwa 30 Prozent der Patienten reduziert sich zumindest die Stärke und Häufigkeit der Krankheitsschübe deutlich. Durch die Therapie können auch Spätfolgen vermieden werden: Ohne Behandlung kann im Verlauf der Jahre eine Schädigung von Organen, vor allem der Nieren, entstehen1.

Jedoch kann bei manchen Patienten der üblicherweise eingesetzte Wirkstoff keine Wirkung zeigen1. In diesem Fall muss der behandelnde Arzt eine andere Therapie des Mittelmeerfiebers veranlassen.

Mit FMF gut leben: Zusätzlich zu der Therapie können Menschen mit FMF selbst viel tun, um Fieberschüben vorzubeugen oder sie abzumildern. So können sie ein aktives Leben ohne größere Einschränkungen führen.

Wichtig sind:

  • Ausreichend Schlaf: Hilft bei der Erholung des Immunsystems.
  • Ein entspannter Tagesablauf: Stress-Situationen können Schübe auslösen.
  • Bewegung oder Sport: Baut Stress ab und stärkt das Immunsystem.
  • Ausgewogen zu Essen: Viel Obst und Gemüse, wenig Zucker oder Fastfood. Bei manchen Menschen lösen sehr fetthaltige Mahlzeiten Schübe aus.

Warmhalten: Auch niedrige Temperaturen können einen Schub auslösen. Deshalb ist es wichtig, sich warm anzuziehen und dafür zu sorgen, nicht auszukühlen.

Laden Sie hier Ihre Info-Broschüre herunter!

Patientenbroschüre FMF deutsch
Novartis

Familiäres Mittelmeerfieber (FMF) deutsch
Informationsbroschüre, 8 Seiten

autoinflammation-patientenbroschure-tuerkisch
Novartis

Familiäres Mittelmeerfieber (FMF) türkisch
Informationsbroschüre, 8 Seiten

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Familiäres Mittelmeerfieber (FMF) arabisch
Informationsbroschüre, 8 Seiten

Weitere Broschüren zum Thema FMF finden Sie hier.

FMF hautnah – das Leben eines Patienten 

Verbreitung: Wer bekommt FMF?

Die Ursache des familiären Mittelmeerfiebers (FMF) ist ein mutiertes Gen, das vererbt wird. Es tritt vor allem bei Menschen aus dem südöstlichen Mittelmeerraum auf. Deshalb betrifft es in Deutschland vor allem Personen mit türkischer, armenischer oder arabischer Herkunft. Hier geben wir einen Überblick darüber, in welchen Ländern wie viele Personen betroffen sind3.

Arabische Länder

Arabische Länder

Gesamtbevölkerung:
circa 423 Millionen

Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge tragen etwa 20 Prozent der weltweiten arabischen Bevölkerung das mutierte FMF-Gen in sich.

Armenien

Armenien

Gesamtbevölkerung:
circa 3 Millionen

Die Prävalenz (das bedeutet, wie häufig eine Erkrankung auftritt) von FMF wird in der armenischen Bevölkerung auf 0,17 Prozent geschätzt.

Deutschland

Deutschland

Gesamtbevölkerung:
circa 83 Millionen

In Deutschland liegt aufgrund der Immigration die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) Schätzungen zufolge bei 0,005 Prozent der Bevölkerung.

Israel

Israel

Gesamtbevölkerung:
circa 9 Millionen

Etwa 9 Prozent der israelischen Bevölkerung trägt das FMF-Gen in sich, die Krankheitshäufigkeit wird auf 0,2 Prozent der Bevölkerung geschätzt.

Weltkarte

Jüdische Bevölkerung

Auch viele Personen jüdischer Herkunft tragen das FMF Gen in sich: Bei der jüdischen Bevölkerung des Iraks sind es etwa 39 Prozent, im Iran etwa 6 Prozent, unter den aschkenasischen und nordafrikanischen Juden etwa 20 Prozent.

Türkei

Türkei

Gesamtbevölkerung:
circa 81 Millionen

Wissenschaftlichen Schätzungen zufolge beträgt die Prävalenz (also die Häufigkeit der Erkrankung) in der türkischen Bevölkerung 0,1 Prozent.

Quellen:

  1. Autoinflammation Reference Center Universitätsklinikum Tübingen: Familiäres Mittelmeerfieber. URL: https://www.medizin.uni-tuebingen.de/uktmedia/EINRICHTUNGEN/Zentren/Rheumazentrum+%E2%80%93+INDIRA/Office_Archiv/FMF+.pdf (17.09.2020)
  2. Samuels J, Ozen S: Familial Mediterranean fever and the other autoinflammatory syndromes: evaluation of the patient with recurrent fever. CurrOpinRheumatol 2006; 18: 108–17.
  3. Nickels, S. (2007). Vergleich der klinischen und genetischen Defnition des Familiären Mittelmeerfebers. URL: http://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3484/pdf/dissertation_fmf_nickels.pdf (17.09.2020).
Tablet mit der ADA App und Logo
Ada Health GmbH

Symptom-Check mit Ada
 

Der Symptom-Check basiert auf der von Wissenschaftlern und Medizinern entwickelten Gesundheits-App „Ada“.

Familie lacht in die Kamera
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Alltag mit familiären
Mittelmeerfieber

Mit der richtigen Therapie und dem
einen oder anderen Tipp können
Patienten ein normales Leben führen.

Stethoskop und Notizblock
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Diagnose und
Behandlung

Betroffene wissen of gar nicht, dass
Sie an FMF leiden. Eine richtige
Diagnose ist aber wichtig.