Freunde sind toll!

Ich habe zwei richtig gute Freunde. Sie heißen Piet und Anna. Piet geht auch in meine Klasse, und Anna wohnt gleich nebenan.

Weil wir oft zusammen spielen, haben sie schon mitbekommen, dass es mir manchmal nicht so gut geht. Und ich habe 
ihnen auch schon 
etwas über meine 
Krankheit erzählt.

Ich bin froh, dass ich es ihnen gesagt habe. Ihr werdet gleich sehen, warum:

Neulich waren wir mit anderen Kindern zum
Radfahren verabredet. Aber auf dem Weg
von der Schule nach Hause war ich schon
ganz schlapp und hatte Schmerzen.
Ich habe dann Piet gesagt, dass
ich nicht mitfahren kann.

Da war ich echt traurig, weil ich mal wieder allein zuhause bleiben musste. Irgendwann klingelte es. Ich dachte, es ist bestimmt für meine Mutter. Aber dann kam meine Mutter in mein Zimmer und sagte: „Tim, da ist Besuch für Dich. Soll ich die Kinder reinlassen?“ Na klar sollte sie!

Was war passiert?

Als die anderen Kinder beim Radfahren fragten,
warum ich nicht dabei bin, haben Piet und Anna
ihnen von meiner Krankheit erzählt. Dann haben
sie gemeinsam beschlossen, dass sie erst ein
bisschen Rad fahren und mich danach besuchen
kommen. Das geht nämlich, weil meine
Krankheit nicht ansteckend ist.

Da waren sie nun und meinten,
dass wir ja etwas spielen könnten,
was für mich nicht so anstrengend ist.

Aber erst wollte Klaus noch wissen,
was denn meine Krankheit
mit Autos zu tun hat.
„Eigentlich nichts“, habe
ich da gesagt. „Der
medizinische Name
klingt nur so ähnlich.“

 

„Meine Krankheit kann nur von einem speziali-
sierten Arzt festgestellt werden. Meine Ärztin
ist eine sehr spezialisierte Ärztin. Sie hat mit
viel Detektivarbeit herausgefunden, dass ich
eine autoinflammatorische Erkrankung habe.

Das ist eine Fiebererkrankung. Dabei bedeutet
‚auto‘, dass etwas von selbst kommt, und
‚inflammatorisch‘ heißt entzündlich.

Bei mir entsteht also von selbst eine Entzün-
dung im Körper. Ich kann da gar nichts dafür.
Ich habe dann Fieber und Ausschlag und
Schmerzen.“

„Und wie kommt das?“,
fragte Klaus weiter.

„Das hat mit dem Abwehrsystem zu tun. Das Abwehrsystem ist wie eine Körperpolizei, die uns vor Angriffen von Eindringlingen beschützt. Solche Eindringlinge sind zum Beispiel Bakterien und Viren. Wenn sie in unseren Körper kommen, können wir Husten...

... oder Schnupfen oder andere Krank-
heiten kriegen. Die Körperpolizei
bekämpft aber die Eindringlinge, so
dass wir nicht krank werden oder
schnell wieder gesund werden.

Bei mir ist meine
Körperpolizei 
wohl zu
fleißig – die Polizisten
arbeiten auch, wenn
gar keine Eindringlinge
da sind, obwohl sie
sich eigentlich
ausruhen 
könnten.

Mein Körper reagiert darauf wie auf
eine Krankheit, die von außen kommt:
Ich bekomme Fieber, Schmerzen und
bin müde, weil meine Körperpolizei
feste arbeitet und das Kraft kostet.“

Nachdem ich die Geschichte
vom Abwehrsystem erzählt
hatte, haben wir dann noch
gespielt: 
Ich war ein Zauberer
und habe alle in Tiere verwan-
delt. Sie haben miaut und
gebellt – das war lustig!

Anna hatte noch die Idee, eine Liste
mit Spielen aufzuschreiben, die wir
spielen können, wenn ich wieder mal
so schlapp bin.

So eine Liste ist sehr praktisch.
Wenn Euch mal nichts einfällt, könnt
Ihr ein Spiel davon aussuchen.
So wird es nie langweilig.

Euch fallen bestimmt auch noch
welche ein?

Es ist wirklich toll, so Freunde
wie Anna und Piet zu haben.

Und wenn ich ihnen nicht
von meiner Krankheit erzählt
hätte, wären sie bestimmt
nicht mit den anderen Kindern
vorbei gekommen.

Ich habe zwei richtig gute Freunde. Sie heißen Piet und Anna. Piet geht auch in meine Klasse, und Anna wohnt gleich nebenan.

Weil wir oft zusammen spielen, haben sie schon mitbekommen, dass es mir manchmal nicht so gut geht. Und ich habe 
ihnen auch schon 
etwas über meine 
Krankheit erzählt.

Ich bin froh, dass ich es ihnen gesagt habe. 
Ihr werdet gleich sehen, warum:

Neulich waren wir mit anderen Kindern
zum Radfahren
verabredet. Aber
auf dem Weg von
der Schule nach
Hause war ich
schon ganz schlapp
und hatte Schmerzen.
Ich habe dann Piet
gesagt, dass
ich nicht
mitfahren
kann.

Da war ich echt traurig, weil ich mal
wieder allein zuhause
bleiben musste.

Irgendwann klingelte es. Ich dachte, es ist bestimmt für meine Mutter. Aber dann kam meine Mutter in mein Zimmer und sagte: „Tim, da ist Besuch für Dich. Soll ich die Kinder reinlassen?“

Na klar
sollte sie!

Was war passiert?

Als die anderen Kinder beim Radfahren fragten, warum ich nicht dabei bin, haben Piet und Anna ihnen von meiner Krankheit erzählt. Dann haben sie gemeinsam beschlossen, dass sie erst ein bisschen Rad fahren und mich danach besuchen kommen. Das geht nämlich, weil meine Krankheit nicht ansteckend ist.

Da waren sie nun und meinten, dass wir ja etwas spielen könnten, was für mich nicht so anstrengend ist.

Aber erst wollte Klaus noch wissen, was denn meine Krankheit mit Autos zu tun hat. „Eigentlich nichts“, habe ich da gesagt. „Der medizinische Name klingt nur so ähnlich.“

„Meine Krankheit kann nur von einem spezialisierten Arzt festgestellt werden. Meine Ärztin ist eine sehr spezialisierte Ärztin. Sie hat mit viel Detektivarbeit herausgefunden, dass ich eine autoinflammatorische Erkrankung habe.

Das ist eine Fiebererkrankung.
Dabei bedeutet ‚auto‘,
dass etwas von
selbst kommt, und
‚inflammatorisch‘
heißt entzündlich.

Bei mir entsteht also
von selbst eine Entzündung
im Körper. Ich kann da gar
nichts dafür. Ich habe dann Fieber
und Ausschlag und Schmerzen.“

„Und wie kommt das?“, fragte Klaus weiter.

„Das hat mit dem
Abwehrsystem zu
tun. Das Abwehrsystem
ist wie eine Körperpolizei,
die uns vor Angriffen von Eindringlingen beschützt. Solche Eindringlinge sind zum Beispiel Bakterien und Viren. Wenn sie in unseren Körper kommen, können wir Husten...

... oder Schnupfen oder andere Krankheiten kriegen. Die Körperpolizei bekämpft aber die Eindringlinge, so dass wir nicht krank werden oder schnell wieder gesund werden.

Bei mir ist meine Körperpolizei wohl zu fleißig – die Polizisten arbeiten auch, wenn gar keine Eindringlinge da sind, obwohl sie sich eigentlich ausruhen könnten.

Mein Körper reagiert darauf wie auf eine Krankheit, die von außen kommt: Ich bekomme Fieber, Schmerzen und bin müde, weil meine Körperpolizei feste arbeitet und das Kraft kostet.“

Nachdem ich die Geschichte vom Abwehrsystem erzählt hatte, haben wir dann noch gespielt: Ich war ein Zauberer und habe alle in Tiere verwandelt. Sie haben miaut und gebellt – das war lustig!

Anna hatte noch die Idee, eine Liste mit Spielen aufzuschreiben, die wir spielen können, wenn ich wieder mal so schlapp bin.

So eine Liste ist sehr praktisch. Wenn Euch mal nichts einfällt, könnt Ihr ein Spiel davon aussuchen. So wird es nie langweilig.

Euch fallen bestimmt auch noch andere Spiele ein?

Es ist wirklich toll, so Freunde wie Anna und Piet zu haben.

Und wenn ich ihnen nicht von meiner Krankheit erzählt hätte, wären sie bestimmt nicht mit den anderen Kindern vorbei gekommen.

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